GEO-Strategie: sichtbar in ChatGPT, Claude und Perplexity

Wie wirst du in Claude empfohlen und warum entscheidet das über deine Sichtbarkeit?

Die Art, wie Wunschkundinnen und Wunschkunden nach Expertinnen suchen, hat sich verändert. Sie tippen ihre Fragen in ChatGPT, Claude oder Perplexity und erwarten eine direkte Antwort mit Namen.

Wer dort nicht auftaucht, existiert schlicht nicht.

GEO (Generative Engine Optimization) ist die Strategie dahinter: Inhalte so strukturieren, dass KI-Modelle sie verstehen und als verlässliche Quelle zitieren. Das braucht keine Technik-Kenntnisse. Es braucht eine klare Positionierung, konsistente Expertinnen-Signale und Inhalte, die echte Fragen beantworten.

Wer GEO jetzt angeht, baut einen Vorsprung auf, der täglich wächst.

Was ist GEO (Generative Engine Optimization)?

GEO ist die Arbeit daran, dass KI-Modelle dich als Quelle nennen, wenn jemand nach deinem Thema fragt. Suchmaschinen liefern Listen mit Links. KI-Modelle liefern eine Antwort und nennen darin wenige Quellen. GEO sorgt dafür, dass du zu diesen wenigen gehörst.

Mit Geografie hat GEO nichts zu tun. Für lokale Suchanfragen gibt es Local SEO, das ist eine andere Disziplin. Andere Namen für dieselbe Aufgabe sind AEO (Answer Engine Optimization), LLMO (Large Language Model Optimization) oder KI-Suchmaschinenoptimierung.

GEO oder SEO: Was ist der Unterschied?

SEOGEO
ZielEin Platz auf der Ergebnisseite von Google.Eine Nennung in der Antwort eines KI-Modells.
ErgebnisEin Klick auf deine Website.Eine Empfehlung mit deinem Namen.
Was zähltKeywords, Links, Technik und Ladezeit.Klare Antworten, Konsistenz über alle Quellen und erkennbare Autorität.
Wie du misstRankings und Klicks.Nennungen in KI-Antworten und Anfragen, die dich zitieren.

Beides gehört zusammen. KI-Modelle mit Websuche greifen auf die Suchindizes zurück. Ohne SEO-Grundlage findet die KI dich nicht, ohne GEO nennt sie dich nicht. Meine Sicht darauf steht im Beitrag Kein Zufall: ChatGPT empfiehlt dich nicht.

Warum taucht deine Website nicht in KI-Antworten auf? Fünf Gründe.

  1. Deine Positionierung ist unklar. Das Modell kann dich keinem Thema zuordnen, also nennt es jemanden, den es zuordnen kann.
  2. Deine Texte beantworten keine Fragen. Sie beschreiben Gefühle und Versprechen, aber keine Fakten, die sich zitieren lassen.
  3. Es gibt zu wenig über dich außerhalb deiner Website. Keine Bewertungen, keine Interviews, keine Gastbeiträge, keine Erwähnungen.
  4. Deine Angaben widersprechen sich. Auf LinkedIn Coach, auf der Website Designerin, im Impressum ein dritter Name.
  5. Die Technik sperrt aus. Die Website blockiert KI-Crawler, wichtige Inhalte stecken in Bildern oder PDFs, strukturierte Daten fehlen.

Vier der fünf Gründe haben nichts mit Technik zu tun. Sie haben mit deiner Marke zu tun. Deshalb beginnt GEO im Brand Atelier beim Personal Branding.

Wie wählen KI-Modelle ihre Quellen aus?

Fragst du ChatGPT mit Websuche oder Perplexity, sucht das Modell zuerst passende Seiten. Dann liest es einzelne Absätze, formuliert die Antwort und nennt die Absätze, die es benutzt hat. Nach allem, was sich heute beobachten lässt, bevorzugen die Modelle dabei:

  • Absätze, die eine Frage in den ersten zwei Sätzen beantworten.
  • Zwischenüberschriften, die so klingen wie die Frage der Nutzerin.
  • Fakten, Zahlen und Definitionen statt Werbesprache.
  • Personen und Unternehmen, die auf mehreren Seiten gleich beschrieben werden.
  • Aktuelle Inhalte mit erkennbarem Datum und erkennbarer Autorin.
  • Signale für Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauen (bei Google E-E-A-T genannt).

Ein Modell, das dich auf deiner Website, auf LinkedIn und in einem Interview gleich einordnet, hält dich für verlässlich. Das ist die Logik hinter jeder GEO-Strategie.

Die GEO-Strategie im Brand Atelier: fünf Schritte

  1. Schritt 2

    Positionierung als Einheit

    Ein Name, ein Thema, eine Beschreibung. Überall gleich: Website, LinkedIn, Google-Unternehmensprofil und Impressum.

  2. Schritt 4

    Maschinenlesbare Grundlagen

    Ein Markendokument im MD-Format, strukturierte Daten für Person und FAQ und eine Technik, die KI-Crawler zulässt.

Was ich dir bei GEO verspreche und was nicht

Niemand kann dir Platz 1 in ChatGPT garantieren. Die Modelle ändern ihre Antworten täglich, und wer etwas anderes behauptet, verkauft dir Luft.

Was ich verspreche, sind die nachweisbaren Voraussetzungen: maschinenlesbare Grundlagen, zitierfähige Inhalte, Autoritätssignale und ein Vorher-Nachher-Check. Das ist ein Prozessversprechen mit Beweis, kein Ergebnisversprechen ohne Grundlage.

Tschüss Google?

Google bleibt, aber Google antwortet inzwischen selbst. Die KI-Übersichten stehen über dem ersten Link, und viele Suchende klicken gar nicht mehr. Ein gutes Ranking bringt deshalb weniger Besuch als vor zwei Jahren.

Wie sich das im Alltag zeigt, habe ich in zwei Beiträgen beschrieben: Google-Ranking top, aber der Traffic bricht ein? und Tschüss Google-Ranking, sag Hello zur KI-Empfehlung.

GEO-Checkliste: sieben Punkte, die du heute prüfen kannst

  1. Frag ChatGPT, Claude und Perplexity nach deinem Thema und nach deinem Namen. Notiere die Antworten.
  2. Steht auf deiner Startseite in einem Satz, wer du bist, für wen du arbeitest und wofür?
  3. Beantwortet jede wichtige Seite eine konkrete Frage in den ersten zwei Sätzen?
  4. Sind Name, Rolle und Thema auf Website, LinkedIn, Google-Unternehmensprofil und Impressum identisch?
  5. Gibt es eine FAQ-Seite mit den Fragen, die deine Kundschaft wirklich stellt?
  6. Lässt deine robots.txt die KI-Crawler zu, etwa GPTBot, ClaudeBot und PerplexityBot?
  7. Gibt es Erwähnungen außerhalb deiner Website: Bewertungen, Interviews, Gastbeiträge?

Wenn du bei drei oder mehr Punkten mit Nein antwortest, ist das kein Grund zur Panik. Es ist der Grund, warum die Modelle dich noch nicht nennen, und das lässt sich ändern.

Häufige Fragen

Brauche ich für GEO Technik-Kenntnisse?

Nein. Die Technik ist der kleinste Teil: KI-Crawler zulassen, strukturierte Daten hinterlegen, Texte als Text und nicht als Bild veröffentlichen. Den größten Hebel haben Positionierung und Inhalte, die echte Fragen beantworten. Beides braucht Klarheit, keine Programmierkenntnisse.

Ist GEO dasselbe wie AEO oder LLMO?

Im Kern ja. GEO (Generative Engine Optimization), AEO (Answer Engine Optimization) und LLMO (Large Language Model Optimization) beschreiben dieselbe Aufgabe: Inhalte so aufbereiten, dass KI-Modelle sie verstehen und als Quelle nennen. Die Begriffe unterscheiden sich nur in der Betonung.

Hat GEO etwas mit Geografie zu tun?

Nein. In der Suchmaschinenwelt meint GEO Generative Engine Optimization, also die Sichtbarkeit in KI-Antworten. Für lokale Suchanfragen gibt es Local SEO, das ist eine andere Disziplin.

Wie lange dauert es, bis KI-Modelle mich nennen?

Ich weiß es nicht auf den Tag genau, und das kann niemand. Modelle mit Live-Suche wie Perplexity, ChatGPT mit Websuche oder die KI-Übersichten von Google reagieren innerhalb von Wochen auf neue Inhalte. Wissen aus dem Training der Modelle braucht länger. Rechne mit einigen Monaten regelmäßiger Arbeit, bis Nennungen stabil sind.

Wie verhindere ich, dass KI-Modelle Falsches über mich erzählen?

Mit Fakten, die überall gleich lauten. Deine Über-mich-Seite, dein Impressum, dein LinkedIn-Profil und dein Google-Unternehmensprofil nennen denselben Namen, dieselbe Rolle und dasselbe Thema. Dazu kommen strukturierte Daten zu deiner Person und ein Markendokument, das KI-Modelle lesen können. Prüfe die Antworten der Modelle einmal im Monat.

Spielen strukturierte Daten wie Schema.org für KI-Modelle eine Rolle?

Sie helfen bei der Einordnung: Wer ist die Person, was ist das Unternehmen, welche Fragen beantwortet die Seite. Strukturierte Daten ersetzen aber keine klaren Texte. Ein guter erster Satz auf der Seite wirkt mehr als ein perfektes Schema unter einem schwammigen Text.

Was kostet GEO?

SEO- und GEO-Agenturen arbeiten meist mit Monatspauschalen zwischen 800 und 5.000 €. Einmalige Audits kosten dort 1.500 bis 10.000 €. Im Brand Atelier ist die GEO-Strategie Teil der 1:1-Programme BRAND SIGNAL und BRAND RELAUNCH INTENSIVE. Du brauchst danach keinen Dauervertrag, weil du die Werkzeuge selbst in der Hand hast.

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